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The Hills Have Eyes Hügel der blutigen Augen Atomwaffentests haben die Wüste New Mexicos verstrahlt und die zurückgebliebenen Bewohner in blutrünstige Mutanten verwandelt. Als die Familie Carter ausgerechnet dort eine Autopanne hat, verwandelt sich der Urlaubstrip bald in einen blutigen Albtraum. 1977 schuf Wes Craven mit THE HILLS HAVE EYES einen Film, der als exemplarischer Vertreter jenes amerikanischen Horrorkinos gilt, das sich durch drastisch ins Bild gerückte Schockeffekte auszeichnete und zu dessen bedeutendsten Repräsentanten neben Craven George Romero und Tobe Hooper zu zählen sind. Die in jüngster Vergangenheit angelaufenen Remakes von stilbildenden Filmen wie THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder DAWN OF THE DEAD können als Indikator dafür gelten, dass sich dieses Segment des Horrorgenres wieder steigender Popularität erfreut. Nun hat man also mit THE HILLS HAVE EYES einen weiteren dieser Horrorklassiker einer Neufassung unterzogen, Wes Craven fungierte dabei sogar als Produzent und dürfte ein stets wachsames Auge auf die Werktreue gehabt haben, denn was Plot und Charaktere angeht, folgt der Film dem Original über weite Strecken ziemlich exakt. Und was die Schock-
effekte betrifft, herrscht ohnehin von Anfang an Klarheit. Denn bereits mit der Anfangssequenz macht Regisseur Alexandre Aja mit bluttriefender Deutlichkeit klar, dass seine Inszenierung Wes Cravens Vorlage in Bezug auf drastisch-explizite Gewaltdarstellung zu übertreffen versucht. Diese Linie wird dann auch konsequent beibehalten, vor allem in der zweiten Hälfte wartet der Film mit einer kompromisslosen Härte und exzessiven Brutalität auf, die gerade noch bei eingefleischten Fans von Splatter- und Goremovies Beifall finden wird.
Das veranschaulicht geradezu beispielhaft ein Grundproblem all dieser Remakes: Denn die drastischen Inszenierungen von Craven oder Romero dienten nicht bloß dazu, um effektives Genrekino zu kreieren, sondern benutzten schockierende Effekte gezielt, um auf gesellschaftliche und politische Missstände zu verweisen. Dieser spezifische soziokulturelle Kontext rief eben nicht nur kurze Momente von Schock und Schrecken hervor, sondern vermochte ein tiefer sitzendes, länger nachwirkendes Gefühl der Verunsicherung zu generieren. Wie schon andere Remakes zuvor, scheitert auch THE HILLS HAVE EYES daran, derartige Subtexte schlüssig in den Plot zu integrieren, sieht man von vereinzelten, aus Cravens Original entlehnten Grundthemen ab. Doch selbst diese Ansätze sind irgendwann davon bedroht, von der schier endlosen Abfolge blutiger Spezialeffekte weggeschwemmt zu werden. Die quälende Intensität von Cravens Original erreicht diese Neuverfilmung fast erwartungsgemäß nicht. Für ein pures Schockerlebnis taugt sie jedoch allemal.
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THE HILLS HAVE EYES HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN |
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